Tattoo und Blasmusik

Musik, die unter die Haut geht – Bläser erzählen von ihrem Tattoo

Oboe auf dem Oberarm, Trompete auf dem Trizeps, Posaune auf dem…. – diese Instrumente fand ich auf keiner Haut meiner Recherche nach einem Bläser-Tattoo. Dafür mehrere Instrumente auf dem Unterarm (einer davon in Kanada) und ein ganz spezielles Motiv auf einem Rücken, das Polka-Herzen höherschlagen lässt.

Ein Tattoo – im Jahr 2021 nichts mehr Exotisches! Aber ein Bläser-Tattoo?

Die Idee zu diesem Blogbeitrag entstand, obwohl Tattoos heute nichts mehr Außergewöhnliches sind. Im Sommer am Strand oder See hat man das Gefühl, mehr Menschen sind tätowiert als untätowiert. Genau hier kommt der Nachrichtenwert ins Spiel: Subjektiv habe ich das Gefühl, dass in der Bläserszene nicht gar so viele Menschen tätowiert sind, Bläsertattoos findet man sogar noch seltener. Klar, viele Musikliebhaber haben einen Violinschlüssel oder Noten auf ihrer Haut. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Rockfans Gitarrenmotive tätowiert haben. Aber Blasinstrumente?

Noch mehr Menschen mit einem Bläser-Tattoo?

Nun haben mir zunächst drei Bläser (und bald darauf noch mehr Musiker) von ihren Ideen, ihren Motivationen und den Bedeutungen ihrer Bläser-Tätowierungen erzählt.  Vielen lieben Dank euch allen.

Tobias Neufeld, 30 Jahre, Querflöten-Tattoo

Mein Freund Tobi ist Querflötist aus Leidenschaft. Er stammt aus demselben Ort wie Andreas Martin Hofmeir – Geisenfeld, zehn Kilometer von mir entfernt. Dem Tubisten ist er auf Grund des Altersunterschieds nie begegnet. Tobi lebt nun in München, hat einen Master in Architektur und einen Master in historischer Bauforschung und arbeitet bei einem Architekturbüro als Bauforscher und Objektplaner.  Im Januar 2020 Jahr ließ er sich seine Querflöte nach seinem eigenen Entwurf auf den Unterarm stechen:

Tattoo Querflöte
Die Abstraktion des Klappensystems der Querflöte. Foto: Christine Engel

„Ich wollte schon als Teenager ein Tattoo haben, da ich sie in einem gewissen Rahmen schon immer ästhetisch fand. Nicht jedes Tattoo gefällt mir. Als ich minderjährig war, waren meine Eltern dagegen und als ich das richtige Alter hatte, wollte ich erst ein Motiv finden, mit dem ich mich mit 101 Jahren noch identifiziere. Deshalb habe ich mich für meine Querflöte entschieden. Denn selbst wenn ich irgendwann nicht mehr spielen sollte: Die Querflöte hat mich geprägt, sie ist meine Jugend und mit ihr verbinde ich viele positive Erinnerungen. Anschließend habe ich lange an dem Motiv gefeilt, denn ich wollte mir nicht nur eine Querflöte tätowieren lassen, sondern eine, die meiner minimalistischen Ästhetik entspricht.

Querflöten-Tattoo: Die Abstraktion des Klappensystems

Nun ist es ein Tattoo, das leicht kombinierbar ist, geometrisch simpel und nicht verspielt. Das Motiv stellt die Abstraktion des Klappensystems der Querflöte dar. Ich habe das Motiv immer wieder verworfen, die Körperteile gewechselt und als ich das Motiv gefunden hatte, dauerte es zwei Jahre, bis ich den richtigen Tätowierer fand, der dafür bekannt ist, feine Linie zu stechen. Ja, ich möchte weitere Tattoos. Etwas Kleines fände ich schön, aber ich habe noch kein Motiv – das wird wieder ein längerer Findungsprozess.“

Mathias Kuntzer, 29 Jahre, Tenorhorn-Tattoo

Mathias Kuntzer stammt aus Schwieberdingen im Landkreis Ludwigsburg. Persönlich sind wir uns nie begegnet, aber wir haben telefoniert. Auf sein Tattoo wurde ich in Facebook durch ein geteiltes Foto aufmerksam. Mathias arbeitet als Industriekaufmann und spielt Tenorhorn in der Stadtkapelle Fellbach und beim Original Karpaten Express in Stuttgart. Sein Tattoo lässt Polka-Herzen höherschlagen und das Foto hat mir der Komponist der Tattoo-Noten zur Verfügung gestellt: Danke Norbert Gälle! Damit weiß wohl jeder, welches Stück auf Mathias Kuntzers Rücken tätowiert ist.

tattoo norbert gälle
Mathias Kuntzer zusammen mit Norbert Gälle – Komponist der Polka „Böhmischer Traum“. Foto: Norbert Gälle

„Ich wollte immer ein Tattoo und es hat lange gedauert, bis ich wusste, was ich will. Musik ist eines meiner liebsten Hobbys, das wollte ich symbolisieren. Vielleicht einen Violinschlüssel? Das war zu wenig. Dann hatte ich die Idee mit dem Tenorhorn. Aber allein ist ein Tenorhorn zu nackt. Eine Freundin zeichnete mir die Noten: Den Anfang und das Trio der Polka ‚Böhmischer Traum‘. Beim Trio des Böhmischen Traums geht mir das Herz auf. Es symbolisiert mir: Die Kameradschaft mit meinen Musikfreunden, die Musik mit meinem Register zusammen erleben und zusammen im Trio aufstehen und sich in die Augen schauen. Das erinnert mich an schöne Zeiten.“

tattoo böhmischer traum
Das Tattoo von Mathias Kuntzer als Nahaufnahme. Foto: Norbert Gälle

Musiker erkennen das Tenorhorn sofort und für Tenoristen ist klar, um welches Stück es sich dreht. Andere, so erzählt es mir Mathias Kuntzer, wiederum fragen: „Ist das eine Tuba?“ Auf dem Musikprob-Festival 2020 traf Mathias Kuntzer Norbert Gälle. Er gab ihm ein Autogramm. „Nun möchte ich mir die Unterschrift noch dazu tätowieren lassen. Die perfekte Stelle habe ich schon gefunden.“

Zach Mosel, 18 Jahre, Klarinetten-Tattoo

Zach Mosel stammt aus Kanada/British Columbia und studiert klassisches Saxophon an der University of British Columbia in Vancouver. Ich entdeckte sein Tattoo auf Instagram und schrieb ihm per „Direct Message“. Über seine sofortige Antwort freute ich mich, denn er war einverstanden, ihm per Email und mit meinem eingerosteten Englisch einige Interview-Fragen zu schicken, die er mir superschnell beantwortete.

Tätowierung Klarinette
Die Klarinette auf Zach Mosels Unterarm. Foto: Zach Mosel

Seine musikalische Karriere begann mit der Blockflöte, aber schon im Alter von acht Jahren wollte er Klarinette lernen. Seine Mutter zögerte zunächst, ihm so früh so ein teures Instrument zu kaufen. Eine Freundin seiner Mutter besorgte ihm über einen Kunden eine Klarinette und er sagt: „Wäre sie nicht gewesen, hätte ich nicht so früh begonnen, Klarinette zu spielen. Eines Tages, wenn ich erfolgreich bin, schenke ich ihr Konzertkarten.“

Ein Kanadier in Europa

Europa besuchte er auf einer Reise durch Italien, Griechenland, Polen und Frankreich und mit europäischen Musikern hatte er bislang noch keinen Kontakt. Sein Lieblingsstück für Klarinette ist allerdings die Klarinettensonate des Franzosen Francis Poulenc. Seine Leidenschaft sind alle Arten von Jazz: „Von Bebop zur modern Jazz Fusion.“

zach mosel
Der Kanadier Zach Mosel bei einem Einsatz im Orchester. Foto: Zach Mosel

Neben seiner Leidenschaft, der Klarinette, studiert er Saxophon und spielt Klavier. Mit einem EWI, einem elektrischen Blasinstrument, experimentiert er umher.

Kein anderes Tattoo als die Klarinette

Ein Tattoo wollte er schon mit 16 Jahren haben, aber seine Eltern waren in diesem Alter dagegen. Als er im Sommer 2020 18 Jahre alt wurde, zeichnete sein Vater die finale Version des Tattoos. Warum die Klarinette? „The clarinet has been the most important part of my life for the last ten years, there was nothing else I would want a tattoo of.“ – „Die Klarinette war und ist der wichtigste Teil meines Lebens in den vergangenen zehn Jahren. Es gab kein anderes Motiv, das ich gewollt hätte.“ In seinem Freundeskreis ist Zach der erste mit einer Tätowierung und er möchte in Zukunft noch weitere Musik-Tattoos. An seiner Uni hat ein Student ein Fagott an derselben Stelle.

Heiko Rügamer, 47 Jahre, Tenorhorn-Tattoo

Heiko Rügamer stammt aus Leinach bei Würzburg, spielt als Aushilfe bei verschiedenen Kapellen und dirigiert die Musikkapelle Leinach. Im Alter von neun Jahren begann er, Posaune und Bariton zu lernen und mit 45 Jahren ließ er sich tätowieren. Welches Motiv? Natürlich seine große Liebe.

Die Tätowierung auf Heiko Rügamers Wade. Foto: Heiko Rügamer

Der hauptberufliche LKW-Fahrer schreibt mir auf meine Frage, warum ausgerechnet dieses Tattoomotiv: „Die Antwort steht in meinem Tattoo.“ Das Tattoo hat sein Tätowierer für ihn gezeichnet, der seine Ideen und Interessen eins zu eins umgesetzt hat. 2019 beim Besuch des „Woodstock der Blasmusik“ sprachen ihn viele Menschen auf sein Motiv an und wollten ein Foto machen. „Natürlich habe ich immer darauf hingewiesen, dass es urheberrechtlich geschützt ist,“ schreibt er mir weiter.

Carmen Wagner, 39 Jahre, Querflöten-Tattoo

Carmen Wagners Tätowierung ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. „Das Tattoo zeigt eine Querflöten-Spielerin, die einen speziellen Hut trägt und eine deutliche Rundung am Gesäßteil hat. Wer die Uniform der Bergleute kennt, wird hier schnell den typischen Schachthut und das Arschleder erkennen“, schreibt mir die Verwaltungsfachwirtin aus Fell an der Mosel, die in der Bergmannskapelle Fell und zwei weiteren Gruppierungen Querflöte und Piccolo spielt.

Carmen Wagners Querflöten-Tattoo. Foto: Carmen Wagner

Seit sie 14 Jahre alt ist, spielt sie ihr Instrument und das ist auch der Grund, warum sie dieses Motiv gewählt hat. „Querflöte ist schon mein ganzes Leben meine Leidenschaft. Also war klar, dass das Instrument irgendwann unter die Haut sollte. Aber auch die besondere Kameradschaft der Bergleute begleitet mich schon mein Leben lang. Also sollte auch das verewigt werden.“ Das Tattoo hat sich Carmen Wagner im Alter von 38 Jahren stechen lassen, zudem trägt sie über zehn Jahre länger einen Notenschlüssel am rechten inneren Oberarm. 

Spezielle Positionierung des Tattoos

Beinahe falsch herum wurde ihr spezielles Querflöten-Tattoo gestochen: „Der Tätowierer legte die Schablone an und ich schrie ‚stopp‘, weil er das Motiv um 180 gedreht anbringen wollte. Das sei auf Unterarmen so üblich, damit die Frau steht, wenn der Arm hängt. Es hat mich einige Mühe gekostet, ihn davon zu überzeugen, dass ich es genau andersherum möchte. Die Frau sollte stehen, wenn ich selbst genau diese Position mit der Querflöte habe und der Arm nicht hängt, sondern Querflöte spielt.“

Sonja Zehnter, 39 Jahre, Klarinetten-Tattoo

Sonja Zehnters Hintergrundgeschichte ihres Tattoos hat mich als zweifache Mama mit Job, Haus, Homeschooling, Blog und nur 24 Stunden pro Tag, besonders berührt. Sie zeugt von Durchhaltevermögen, Biss und einer großen Vorbildfunktion.

Sonja Zehnter lebt mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Aidhausen in Unterfranken, arbeitet in einer Motorrad-Werkstatt und musiziert in der Blaskapelle Aidhausen sowie bei den Dorfmusikanten Humbrechtshausen. Erst im November 2016, also mit Mitte 30, hat Sonja Zehnter mit der Klarinette begonnen.

Sonja Zehnters Tattoo. Der Schriftzug in der Mitte hat eine tiefe Bedeutung. Foto: Sonja Zehnter

Spätberufene Klarinettistin

„Mein Mann spielt seit Kindertagen Trompete und seine zwei älteren Brüder spielen ebenfalls ein Blasinstrument. So war bei uns immer viel los beim Thema Blasmusik. Mit acht Jahren begann unser ältester Sohn mit Trompete. Als Mutter ist es großartig zu sehen, wenn die Kinder musikalisch sind, und so kam mir die Idee, auch ein Instrument zu lernen. Ganz klar: Es sollte die Klarinette sein.“

Neues Hobby neben Familienalltag

„Im November 2016 ging es los. Ja, es war nicht leicht, Mutter von drei Kindern, ein Haus, einen Garten, einen Haushalt und noch eine Arbeit. Aber es hat mir von Anfang an Spaß gemacht und ich habe mich durchgebissen. Außerdem hat mir meine Familie geholfen, wenn mal eine Übung nicht so rhythmisch war.“

Die ganze Familie spielt

„Meine große Tochter hat ein halbes Jahr später angefangen mit Klarinette. So sind wir inzwischen eine Musikerfamilie, die gerne mal in den eignen vier Wänden eine Musikprobe abhält. Unsere jüngste Tochter steht auch schon in den Startlöchern. Wir warten bis die restlichen Zähne durchgebrochen sind und dann möchte sie wie Papa und der große Bruder Trompete spielen.“

Die Musikerfamilie Zehnter. Das Foto hat mir Sonja Zehnter bereit gestellt. Ihre Familie hat für Sonja Zehnter eine große Bedeutung, die sie mit ihrem Tattoo zum Ausdruck bringt. Foto: Sonja Zehnter

„Meine Kinder habe ich als Tattoo schon am rechten Knöchel verewigt. Mein zweites Tattoo sollte etwas mit Musik zu tun haben und so hat mir mein Mann zum fünften Hochzeitstag einen Gutschein unserer Tätowiererin geschenkt. Ich wollte unbedingt den Notenschlüssel mit meiner Klarinette und noch etwas, das mich und meine Familie zum Ausdruck bringt. Ich liebe meinen Mann, meine Kinder, meine Familie, die Musik und uns als Musikerfamilie.“

Musiker Liebe

„Die Worte ‚Musiker Liebe‘ drücken alles aus. Meine Tätowiererin zeichnete aus diesen Ideen das Motiv und ich war sofort verliebt. Im Oktober 2018 war das Tattoo nach zwei Sitzungen fertig und ich trage es mit Stolz. Jeder, der mich kennt und es sieht, ist begeistert. Denn es passt zu mir und meiner Musikerfamilie.“

Max Dunst, 32 Jahre, Saxophon- und Schlagzeug-Tattoo

Saxophon Tattoo
Max Dunsts Saxophonerinnerung an der einen Wade. Foto: Max Dunst

Das Saxophon ist Erinnerung, das Schlagzeug seine Leidenschaft. Vom Kindesalter bis Mitte 20 spielte der Maler und Lackierer aus Kisslegg im württembergischen Allgäu Saxophon. „Dann verließ mich die Lust und ich begann, Schlagzeug zu lernen.“ Mit 24 Jahren ließ er sich zur Erinnerung ein Saxophon tätowieren, mit 27 Jahren kam das Schlagzeug dazu. „Weil sie beide zu meinem Leben gehören.“ Im Schlagzeugtattoo finden sich auf der Basedrum Max Dunsts Initialen. „So wie ich es auf meiner Basedrum auch habe.“

Schlagzeug Tattoo
Das Tattoo der anderen Wade. Klar erkennbar: Die Initialen auf der Base-Drum. Foto: Max Dunst

Gerhard Töll, 50 Jahre, Trompeten- und Violinschlüssel-Tattoo

Trompetentattoo
Gerhard Tölls Arm ziert eine Trompete. Foto: Gerhard Töll

Sein Trompeten-Tattoo schenkte ihm seine Frau zum 40. Geburtstag. „Weil ich nach jeder Musikprobe ein falsches Instrument mit nach Hause gebracht habe“, schreibt mir der Musikant aus dem südtirolischen Brixen mit einem zwinkernden Smiley. Gerhard Töll spielt in der Musikkapelle Natz und musiziert seit 40 Jahren.

Violinschlüssel Tattoo
Gerhard Tölls anderer Arm wird mit einem Violinschlüssel geschmückt. Foto: Gerhard Töll

Thomas Bochet, 43 Jahre, Schlagzeug-Tattoo

Auch Thomas Bochet schreibt mir aus Südtirol. Dort spielt der Inhaber einer Baufirma Schlagzeug in der Musikkapelle Reschen. Im alter von zehn Jahren begann er sein Instrument und mit 36 Jahren ließ er sich sein selbstentworfenes Motiv tätowieren. Der Grund: „Weil Musik für mich neben meiner Familie alles ist.“

Music was his first Love: Thomas Bochet. Foto: Thomas Bochet

Theresa Karlhuber, 33 Jahre, Tuba-Tattoo

„Ich fühle mich mit der Tuba musikalisch angekommen“, erzählt Theresa Karlhuber aus Nußbach in Oberösterreich, die von Beruf Blechbearbeitungstechnikerin ist. Als Kind lernte sie Klarinette, spielte 19 Jahre das Holzblasinstrument und fand mit 29 Jahren den Weg zur Tuba. „Sollte ich mal nicht mehr spielen können, erinnert die Tuba an so viele schöne Momente und Erlebnisse und unglaublich tolle Menschen, die ich kennenlernte und die mich geprägt haben“, erzählt die Tubistin, die sich das Tattoo mit 32 Jahren hat stechen lassen und die im Musikverein Nußbach aktiv ist. Das Motiv hat ihr Tätowierer gezeichnet. „Den Feinschliff und die genaue Ausfertigung haben wir dann gemeinsam nach meinen Wünschen und Vorstellungen gemacht.“

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Theresa Karlhuber: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Foto: Theresa Karlhuber

Florian Berger, 28 Jahre, Tuba-Tattoo

Ein weiterer Tubist mit Tuba-Tattoo kommt aus meinem Nachbarland – allerdings aus dem Bundesland Niederösterreich (Piestingtal). Auch Florian Berger hatte zunächst ein anderes Instrument gespielt – das Flügelhorn – bevor ihn mit 18 Jahren das Tuba-Fieber packte. Der hauptberufliche Berufskraftfahrer musiziert mit seiner Tuba in der Musikkapelle Pernitz, bei „Zaum G’spüd“ und diverser anderer kleiner Formationen. Vor zwei Jahren ließ er sich sein Instrument unter die Haut stechen, weil: „Ich wollte etwas, das keiner hat und da ich für mein Hobby lebe, ist es die Tuba geworden. Sie hat mir die letzten Jahre sehr viel Spaß und Freundschaften gebracht“, schreibt er mir über seine Motivation. Die Meinungen seiner Freunde zu seinem Motiv: „Des is sau geil woan.“

Tuba-Tattoo
Florian Bergers Tuba-Tattoo. Foto: Florian Berger

Matthias Riedl, 38 Jahre, Posaunen-Tattoo

Das Posaunen-Tattoo von Matthias Riedl. Foto: Matthias Riedl

Drei Wochen nach Veröffentlichung des Beitrages habe ich doch noch ein Posaunen-Tattoo auftreiben können. Danke an Matthias Riedl aus Schrattenbach im Oberallgäu, der dort in der heimischen Musikkapelle und in der Band „Souled Out“ Posaune spielt. Sein Posaunenmotiv ist eines von vielen Tattoos, das er auf der Haut trägt und er ließ es sich stechen, weil: „Ich einfach stolz auf mein Instrument bin.“

Weitere Geschichten über Blasmusik im erweiterten Kontext findet ihr unter meiner Rubrik „Von Tuten und mehr“.

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