Theater Ingolstadt: Das Dilemma mit der direkten Demokratie

Wie ihr vielleicht schon beim einen oder anderen Blogbeitrag mitbekommen habt, lebe ich im Landkreis direkt neben der Stadt Ingolstadt und als aktive Kulturkonsumentin besuche ich dort oft Veranstaltungen. Unter anderem sind mein Mann und ich begeisterte Abonnenten des Ensembles des Stadttheaters. Im Stadttheater selbst befindet sich zusätzlich der Festsaal, in dem so ziemlich alle Orchesterkonzerte stattfinden – seien es die Konzerte des Georgischen Kammerorchesters, also dem Berufsorchester der Stadt oder sei es von Orchestern und Ensembles, die zu Gast sind (z.B. organisierte Konzerte des Konzertvereins Ingolstadt oder auch von „Das Musikkorps der Bundeswehr“ oder von „Mnozil Brass“ – über das Konzert im Stadttheater berichte ich unter diesem Link ). Auch ich selbst habe schon sehr viele Konzerte als Musikerin dort bestritten: In meinen 14 Jahren als Teil der Audi Bläserphilharmonie, als Aushilfe im Ingolstädter Kammerorchester oder als Musikerin für Walter Kiesbauers Projekte.

Kurzum: Das Theater Ingolstadt ist mir wichtig. Leider ist es alt – also das Gebäude – und muss deshalb dringend saniert werden. Wie sich jeder vorstellen kann, ist so etwas kompliziert, langwierig, teuer und spaltet die Meinungen. Als Übergang wurden die so genannten „Kammerspiele“ geplant, die als Übergangsstätte dienen sollten (so dass man u.a. kein Theaterzelt aufbauen muss) und später dann als „Kleines Haus.“ Als schon alles geplant war, wurde ein Bürgerentscheid organisiert. Die Wahlbeteiligung war gering, aber die, die wählen waren, haben dagegen gestimmt. Ich selbst war nicht wahlberechtigt. Bevor ich hier noch mal alles erzähle, könnt ihr die Thematik unter diesen Links nachlesen und hören (und bestimmt bei vielen weiteren, wenn ihr googelt): Süddeutsche Zeitung, Augsburger Allgemeine, Bayerischer Rundfunk, Deutschlandfunk Kultur.

Hier möchte ich meinen Leserbrief archivieren, der nach einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung dort veröffentlicht wurde (30. August 2022). Und dabei traurig und wütend sein….

Leserbrief

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